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Posaunenchor |
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Der
Begriff Posaunenchor wird 1764 das erste Mal im Herrnhuter Diarium verwendet. Die Diarien der Brüdergemeinde berichten davon, dass schon bald nach Entstehung einer neuen Gemeinde auch ein Bläserchor gebildet wurde. |
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Posaunengeneral |
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Der
Posaunengeneral Johannes Kuhlo (gest. 1941) hat sich in der
Posaunenarbeit besondere Verdienste erworben.
Der Anstaltspfarrer und Vorsteher des
Brüderhauses Nazareth hat in seinem Ruhestand
Schulungen für Chorleiter und Bläser,
Fortgeschrittene und Anfänger organisiert. Er
gründete neue Chöre, betreute sie und lud die
Bläser zu Treffen und später zu Posaunenfesten
ein. Er sammelte Melodien, Choräle und Lieder,
schuf Tonsätze für die Bläser und gab sie in
handlichen Notenbüchern heraus. Das Erbe sind
rund 7000 Posaunenchöre mit über 100000
Posaunenchorbläser/innen in Deutschland. |
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Der Evangelische
Posaunenchor in Zerbst/Anhalt |
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Der
Posaunenchor wurde am 03.06.1929 in Zerbst gegründet. Er ging aus dem damaligen Evangelischen Jugendverein St. Bartholomäi
hervor. Der Chor bestand fast immer aus 12
Stammspielern und einigen Anfängern. Die
Anfängerarbeit wurde auch damals schon als
eine wichtige Sache angesehen. Das geht daraus
hervor, dass von der Gründung 1929 bis 1939
etwa 35 Mann im Chor gespielt haben. Der
Zerbster Erich Bergt ist der erste Chorleiter.
Er übte seine ehrenamtliche Aufgabe bis 1957
aus. Während der Kriegsjahre erlosch die
Tätigkeit des Zerbster Posaunenchores, wie bei
fast allen Posaunenchören. Viele Bläser
kehrten aus dem Krieg nicht zurück. |
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Der Neuaufbau des Chores begann 1951 mit vier
Bläsern. Es gab 14 Jungen und Mädchen, die das
Blasen erlernen wollten, aber nicht genügend
Instrumente. Mit Hilfe von Spenden und Darlehen
konnten neue Instrumente und Noten gekauft werden. Bis heute haben fünf Chorleiter die Arbeit des Ev. Posaunenchores geprägt. Erich Bergt
1929 - 1957, Günther Schmidt Jescher 1957 - 1959, Manfred Werner 1959 - 1960 und 1969 - 1995, Werner Gutjahr 1960 - 1969
und Steffen Bischoff seit 1995. Manfred Werner ist heute noch ein aktiver Bläser im Chor und arbeitet in seinem Ruhestand weiter
an der Chronik des Posaunenchores. Steffen Bischoff hat im Zerbster Posaunenchor das Handwerk des Trompeteblasens erlernt und es als
Musikpädagoge zum Beruf gemacht. Inzwischen ist
er Posaunenchorleiter des Zerbster Chores und Landesposaunenwart der Anhaltischen Landeskirche. Heute hat der Zerbster Posaunenchor 14 Stammbläser/innen. Wie schon 1929 ist
die St. Bartholomäigemeinde sein Zuhause, wo auch heute noch der Übungsraum in der Schlossfreiheit 3 ist. Die Bläsereinsätze sind in dem Bereich
der Landeskirche Anhalts. Regelmäßig nimmt der Zerbster Posaunenchor an Landesposaunenfesten und
Bläserfreizeiten teil. Gemeinsam wird mit anderen Bläsern aus dem Bereich der Landeskirche
musiziert. Die häufigsten Einsätze sind in der Stadt Zerbst und
ihrer näheren Umgebung. Zu den Höhepunkten des Posaunenchorlebens
gehört das regelmäßige Treffen mit dem Partnerchor aus Forst in der Lausitz. Die Treffen finden wechselseitig statt. Es werden viele Ausflüge
unternommen. Das gemeinsame Musizieren in den verschiedenen Kirchengemeinden rundet dann die ganze Sache ab. Das
Musikspektrum des Posaunenchores ist sehr breit. Es richtet sich in erster Linie nach dem Kirchenjahr. Vor Ostern werden z.B. Passionsmusiken und
im Sommer Volksmusikserenaden gespielt. Die Blasmusik von Posaunenchören ist sehr stark von klassischer Musik geprägt. Neben Chorälen
von Bach gibt es viel Bearbeitungen von Stücken alter Meister wie Händel und Telemann. Natürlich kommt
die moderne Musik nicht zu kurz. Es werden regelmäßig neue Musikstücke und
Bearbeitungen z. B. von Traugott Fünfgeld, Gospels und auch mal ein Tango bzw. Musik der Beatles gespielt. |
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